Ängste überwinden

Einleitung

Fast alle Menschen kennen das Gefühl der Angst oder auch Furcht. Im Körper spannen sich die Muskeln an, das Herz rast, die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck steigt und der Atem beschleunigt sich. Man fühlt sich ausgeliefert und hilflos. Der Betroffene sucht nach einem Ausweg oder eine Fluchtmöglichkeit. Sein Denken beschäftigt sich nur noch mit dem Angstauslöser. Angst kann durch bedrohliche Situationen entstehen. Es ist ein Grundgefühl. Dabei kann es um körperliche Bedrohungen gehen, beispielsweise wenn Krankheiten drohen oder auch jemand uns Schmerzen zufügt. Es gibt aber auch die sogenannten Existenzängste wenn uns der Verlust der Arbeit droht oder wir aufgrund von körperlichen Behinderungen kein Geld mehr verdienen können usw. Viele verschiedene Arten von Angstzuständen können auftreten. Unter anderem auch Angst vor Einsamkeit, Beziehungsangst und Bindungsangst.

Ängste überwinden – Ursachen der Angst

Um unter Angstzuständen zu leiden kann verschiedene Ursachen haben. Im Leben gibt es immer wieder Situationen die uns in innere Konflikte bringen. Nicht immer gelingt es eine Lösung für das Problem zu finden. Es entstehen Ängste, vor allem wenn der Betroffene nie gelernt hat mit Konflikten und Ängsten umzugehen. Viele im Kinderalter aufgetretenen Ängste kehren immer wieder zurück. Schon als Kind ist es wichtig mit kleinen Konflikten umzugehen, sei es ein Streit mit dem Freund oder ein Spielzeug wurde zerstört usw. Es kann auch sein, dass sie als Kind von einem Hund gebissen wurden und seitdem Hunde meiden. Aber nicht nur „erlernte“ Ängste gibt es, sondern auch körperliche Ursachen können für eine Angststörung sorgen. Das autonome Nervensystem regelt viele Prozesse in unserem Körper. Ein schwaches und empfindliches Nervenkostüm kann uns schon kleinste Unregelmäßigkeiten als bedrohlich empfinden lassen. Das empfindliche Nervensystem kann auch vererbt werden.

Angst vor Einsamkeit

Der Mensch ist nicht zur Einsamkeit gemacht, er ist ein soziales Wesen. Einsame Menschen leiden oftmals sehr darunter. In der heutigen Zeit gibt es gerade bei älteren Personen die nicht mehr arbeiten viel Einsamkeit. Vor etwa 100 Jahren noch waren die älteren Familienmitglieder in der Familie fest integriert. Sie wohnten mit der jüngeren Generation zusammen und hatten auch ihre Aufgaben. Sie fühlten sich gebraucht in der Familie. Ein Gefühl der Einsamkeit gab es kaum. Heute wohnen und arbeiten die Kinder und Enkelkinder in verschiedenen Orten und sehen sich oftmals nur selten. Im Laufe der Zeit kann sich Einsamkeit zu einem Angstzustand entwickeln. Es passiert das Depressionen auftreten und sich die Betroffenen immer mehr zurückziehen.

Ängste überwinden: Beziehungsangst

Menschen mit Beziehungsangst haben in ihrem Leben oft schlechte Erfahrungen gemacht. Vielleicht gab es eine besonders schlimme Trennung, die ihren Glauben an eine gute Beziehung vollständig zerrüttet hat. Sie schaffen es nicht mehr Vertrauen aufzubauen. Nie wieder möchten sie diesen Trennungsschmerz ertragen müssen. Sobald jemand ihre Nähe sucht, so ergreifen sie die Flucht. Sie haben einfach Angst vor Gefühlen und möchten nie wieder verletzt werden. Das wird mit den Jahren immer schlimmer statt besser. Um aus diesem Kreislauf herauszukommen brauchen sie viel Mut. Schaffen sie es nicht alleine, suchen sie sich so schnell wie möglich eine hilfreiche Therapie. Ansonsten werden sie immer einsamer werden.

Bindungsangst

Menschen mit Bindungsangst können sich nicht auf tiefer gehende Beziehungen einlassen. Eine große Nähe zu einem Partner wird als bedrohlich empfunden. In jeder engen Beziehung fühlen sie sich äußerst unwohl und werden sie vermeiden. Menschen mit Bindungsangst sind unfähig gegenüber anderen Vertrauen aufzubauen. Oftmals liegen die Ursachen bereits in der Kindheit. Verhalten sich die Eltern sehr kalt und geben ihrem Kind das Gefühl eine Enttäuschung zu sein, so werden diese nichtgeliebten Kinder oftmals zu bindungsunfähigen Erwachsenen. Um nicht wieder verletzt zu werden meiden sie enge Beziehungen. Sie versuchen ihre Gefühle ständig unter Kontrolle zu behalten als Selbstschutz gegen den Schmerz. Die Symptome können bei Menschen mit Bindungsangst vielfältig sein. Manche haben nur oberflächliche Affäiren, andere verweigern total körperliche Nähe. Manche stürzen sich in die Arbeit oder ein Hobby. Sie haben auch oftmals ein mangelndes Verantwortungsgefühl oder weigern sich gemeinsame Ziele festzulegen. Manche heiraten sogar, schaffen es aber nie sich dem Partner zu öffnen. Bei einigen Menschen äußert sich die Bindungsangst sogar körperlich durch Schweißausbrüche, Herzrasen oder Panikattacken. Männer haben oft Angst davor in einer Partnerschaft eingeengt zu werden oder sogar verlassen. Sie möchten keine Verantwortung für die ganze Familie übernehmen, sondern nur für sich. Manche weichen aus auf Affären oder suchen sogenannte „offene Beziehungen“. Frauen konzentrieren sich oft voll auf ihre Karriere und schieben das als Grund vor keine Zeit für eine Beziehung zu haben.

Fazit – Ängste überwinden

In Deutschland leiden bis zu 20 Prozent der Bevölkerung unter Angstzuständen. Frauen sind oftmals anfälliger für eine Angststörung als Männer. Sollte eine Angststörung vorhanden sein, ist es wichtig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Alleine schafft es kaum jemand dem Hamsterrad zu entfliehen. Oftmals werden die Zustände sogar mit der Zeit noch gesteigert. Es ist natürlich am günstigsten wenn eine Angststörung möglichst früh erkannt wird. Es gibt gute Therapieformen, die durchaus große Erfolgsaussichten versprechen. Haben sie erst einmal erkannt dass sie unter Angstzuständen leiden können sie auch gezielt etwas dagegen unternehmen. Ohne Ängste wird ihr Leben sehr viel schöner und lebenswerter sein.

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